Nach den Kenntnissen der LAG Hessen reagieren alle Erziehungsberatungsstellen mit einem veränderten Angebot für die Familien in der Zeit, in der keine persönlichen Gespräche angeboten werden dürfen. Das jeweils genaue Angebot sollte vor Ort bei der Beratungsstelle erfragt werden. Unter dem Menü „Beratungsstellensuche“ erfährt man die örtlich zuständige Beratungsstelle.

Presseerklärung der bke zur Corona-Pandemie

„Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen bedeuten nicht, dass Familien mit ihren Sorgen und Nöten auf sich allein gestellt sind.“ Das sagt Bodo Reuser, der Vorsitzende der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke).  Die gesundheitliche Gefährdung durch die Ausbreitung des Corona-Virus und die teils massiven Maßnahmen zu dessen Eindämmung lösen bei vielen Menschen eine Belastungskrise aus, auf die sie nicht vorbereitet waren. Viele Familien, insbesondere diejenigen, die es auch schon vorher nicht leicht hatten, stehen gerade vor besonderen Herausforderungen. „Verunsicherung und Ängste bei Eltern, Kindern und Jugendlichen durch die unbekannte Bedrohung, der Wegfall von Strukturen und sozialen Kontakten, die Vereinbarkeit von Familie und Homeoffice, materielle Sorgen durch Verdienstausfall bringen alle Beteiligten schnell an ihre Grenzen.“ Reuser weist darauf hin, dass dann schnell teils massive familiäre Konflikte entstehen können. „Professionelle Hilfe trägt dazu bei, eine Eskalation zu verhindern und sinnvollen Alternativen im familiären Konfliktmanagement eine Chance zu geben“ so Reuser.  Die 1050 Erziehungs- und Familienberatungsstellen, die in Deutschland flächendeckend zur Verfügung stehen, haben sich schnell auf die Situation eingestellt. Auch wenn die Beratungsstellen nicht mehr persönlich aufgesucht werden können, bieten die Fachkräfte umfassende Beratung an – meist per Telefon. Familien finden auf bke.de mit Eingabe ihrer Postleitzahl eine Erziehungs- und Familienberatungsstelle in ihrer Nähe. Sobald es wieder möglich ist, kann auf die telefonische Beratung auch wie gewohnt ein persönliches Gespräch folgen.  Für Jugendliche oder Eltern, die nicht gerne telefonieren oder eine anonyme Beratung vorziehen, ist die bke-Onlineberatung die richtige Adresse. Auf der Webseite www.bkeberatung.de wird in Kooperation mit den Bundesländern sowie den kommunalen und freien Trägern der Jugendhilfe ein individuelles, kostenfreies und qualifiziertes Online-Beratungsangebot vorgehalten. „Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert die bke- Onlineberatung aktuell mit zusätzlichen Mitteln. Damit können in Zeiten der Corona-Krise die Kapazitäten erhöht werden und zusätzliche Angebote für Eltern und Jugendliche vorgehalten werden,“ freut sich Bodo Reuser.

Corona hält Familien in Atem – telefonische und digitale Unterstützung hilft