Wissenschaftliche Jahrestagung 2021 Meine Werte – deine Werte… Wie politisch darf‘s denn sein?

In der LAG-Mitgliederversammlung 2019 war von mehreren Teilnehmer*innen gewünscht worden, sich auf der nächsten Tagung mit Werten, einem eventuellen Wertewandel oder gar -verfall in der Gesellschaft und speziell mit den Werten von Jugendlichen zu befassen. Diesen Wunsch haben wir gern aufgegriffen.

Die Jugend und Adoleszenz sind eine Zeit der rasanten und für das ganze Erwachsenenleben prägenden Entwicklung, bei der es vor allem um Identitätsfindung und damit auch um Werteentwicklung geht. Jugendliche widmen sich in dieser Phase neben den Freunden, der Familie und ihren privaten Interessen auch gesellschaftlichen und weltanschaulichen Fragen der Gegenwart und Zukunft.

Was genau treibt die „Jugend von heute“ um?

Wie können wir als Berater*innen ihnen – und bei Bedarf auch ihren Eltern – begegnen und hilfreich sein? Wie gehen wir damit um, wenn sich ihre Werte und die Ausdruckformen ihrer Werthaltungen von unseren eigenen unterscheiden?

Auf unserer Tagung bieten wir Ihnen in zwei Vorträgen und fünf verschiedenen Arbeitsgruppen unterschiedliche Aspekte der Vertiefung dieses Themas an. Das Format der Tagung wird hybrid sein, d.h. ca. 50 Teilnehmende können in Präsenz an der Tagung und den Arbeitsgruppen teilnehmen, der gesamte Vormittag mit der Eröffnung der Tagung und den Vorträgen wird auch online gestreamt. Wir freuen uns auf eine anregende Tagung mit Ihnen.

Tagungsflyer
Abstracts

Online Anmeldung

Corona hält Familien in Atem – telefonische und digitale Unterstützung hilft

Nach den Kenntnissen der LAG Hessen reagieren alle Erziehungsberatungsstellen mit einem veränderten Angebot für die Familien in der Zeit, in der keine persönlichen Gespräche angeboten werden dürfen. Das jeweils genaue Angebot sollte vor Ort bei der Beratungsstelle erfragt werden. Unter dem Menü „Beratungsstellensuche“ erfährt man die örtlich zuständige Beratungsstelle.

Presseerklärung der bke zur Corona-Pandemie

„Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen bedeuten nicht, dass Familien mit ihren Sorgen und Nöten auf sich allein gestellt sind.“ Das sagt Bodo Reuser, der Vorsitzende der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke).  Die gesundheitliche Gefährdung durch die Ausbreitung des Corona-Virus und die teils massiven Maßnahmen zu dessen Eindämmung lösen bei vielen Menschen eine Belastungskrise aus, auf die sie nicht vorbereitet waren. Viele Familien, insbesondere diejenigen, die es auch schon vorher nicht leicht hatten, stehen gerade vor besonderen Herausforderungen. „Verunsicherung und Ängste bei Eltern, Kindern und Jugendlichen durch die unbekannte Bedrohung, der Wegfall von Strukturen und sozialen Kontakten, die Vereinbarkeit von Familie und Homeoffice, materielle Sorgen durch Verdienstausfall bringen alle Beteiligten schnell an ihre Grenzen.“ Reuser weist darauf hin, dass dann schnell teils massive familiäre Konflikte entstehen können. „Professionelle Hilfe trägt dazu bei, eine Eskalation zu verhindern und sinnvollen Alternativen im familiären Konfliktmanagement eine Chance zu geben“ so Reuser.  Die 1050 Erziehungs- und Familienberatungsstellen, die in Deutschland flächendeckend zur Verfügung stehen, haben sich schnell auf die Situation eingestellt. Auch wenn die Beratungsstellen nicht mehr persönlich aufgesucht werden können, bieten die Fachkräfte umfassende Beratung an – meist per Telefon. Familien finden auf bke.de mit Eingabe ihrer Postleitzahl eine Erziehungs- und Familienberatungsstelle in ihrer Nähe. Sobald es wieder möglich ist, kann auf die telefonische Beratung auch wie gewohnt ein persönliches Gespräch folgen.  Für Jugendliche oder Eltern, die nicht gerne telefonieren oder eine anonyme Beratung vorziehen, ist die bke-Onlineberatung die richtige Adresse. Auf der Webseite www.bkeberatung.de wird in Kooperation mit den Bundesländern sowie den kommunalen und freien Trägern der Jugendhilfe ein individuelles, kostenfreies und qualifiziertes Online-Beratungsangebot vorgehalten. „Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert die bke- Onlineberatung aktuell mit zusätzlichen Mitteln. Damit können in Zeiten der Corona-Krise die Kapazitäten erhöht werden und zusätzliche Angebote für Eltern und Jugendliche vorgehalten werden,“ freut sich Bodo Reuser.